Islandpferdehof Wienerwald

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Veronika Zitterbart

Veronika Zitterbart  Vor über 40 Jahren kam unsere erste eigene Stute "Svört" noch mit dem Schiff aus Island. Islandpferde sind seither ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens.

Ab 1969 nahm ich (damals als einziges Kind) an den ersten Islandpferdereit- lehrgängen in Österreich unter der Leitung von Walter Feldmann sen., einem der ganz großen Pioniere der Islandpferdeszene, teil. Mangels vorhandener Reitanlagen (die Ovalbahn war noch nicht erfunden) fanden diese Kurse auf Wiesen- und Feldwegen sowie Asphaltstraßen statt ("damit wir den Tölttakt besser hören!"). Diese Kurse waren aber nur der Auftakt zu einer langjährigen Ausbildung bei vielen auch jetzt noch bekannten Trainern aus dem In- aber viel mehr aus dem Ausland (im Inland gab es nämlich nur einen). Vor allem Elisabeth Berger, Walter Feldmann jun. und Reynir Adalsteinsson beeinflussten meinen reiterlichen Werdegang.

Mitte der 70er Jahre war das Interesse an Wander- und Distanzritten sehr groß. Wanderritte vom nördlichsten Waldviertel an die burgenländisch-ungarische Grenze und das Distanzrennen Graz - Wien waren tolle Erlebnisse für uns alle.

Grund für diese Begeisterung an Langstreckenritten war die Teilnahme von Johannes Hoyos, Walter Feldmann jun. und einigen anderen Islandpferdereitern aus Deutschland und der Schweiz am Great American Horse Race (1976 von der Ost- an die Westküste der USA).
Von 1971 bis 1983 startete ich bei zahlreichen Turnieren und hatte auch einige Erfolge (u.a. ÖM in Tölt und Viergang, sowie Teilnahme an den EM 1977 in Dänemark und 1981 in Norwegen).  
Eine meiner Klassenkameradinnen war Claudia Uferbach (Michaela Adasteinsson's ältere Schwester). Nicht lange nach ihrem ersten Besuch bei unseren Islandpferden kaufte Edith Uferbach ihr erstes Islandpferd und stellte es bei uns in Oberkirchbach ein. Auch Familie Kirchmayr erstand ihren ersten Isländer bei uns. Susanne Jelinski, Iris Eilmer, Eva Engelke, Sascha Weilguni und viele andere begannen ihre reiterliche Laufbahn bei uns in Oberkirchbach. Der ÖIV, der bis vor einiger Zeit die ÖIV war, wurde von meinem Vater gemeinsam mit Johannes Hoyos und Dr. Peter Reska gegründet. Anlass war die Austragung der EM in Semriach 1975, die durch die gemeinsame Mitgliedschaft von Islandpferdereitern und Shetlandponyzüchtern in einem Verband ziemlich mühsam war. Auch der Ursprung der NIV und der VIST liegen in meiner Familie, beide entstanden in unserem Wohnzimmer. Die NIV hatte ihren Sitz in Oberkirchbach in NÖ, die VIST (analog zur NIV hieß sie zu dieser Zeit STIV) hatte ihren Sitz in Hirschegg in der Steiermark. Sportreferentin und Vizepräsidentin der NIV waren nur einige Funktionen, die ich jahrelang ehrenamtlich übernahm.

Im familieneigenen Reitbetrieb in Oberkirchbach unterrichtete ich jahrelang Kinder, Erwachsene, Anfänger, Fortgeschrittene und auch (sehr gerne) Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Mit Dr. Josef Kastner wagte ich mich auch an den Unterricht für Blinde.  

Nach Semriach wurde in Oberkirchbach 1974 die zweite Ovalbahn errichtet. Auf dieser Anlage wurden viele
Veronika+Kind
Reitlehrgänge und Turniere aller Art (vom Hausturnier bis zu den ÖM und ÖJM) ausgetragen. Dabei sammelte ich viel Erfahrung in der Turnierorganisation und -leitung (auch in Semriach bei ÖM und ÖJM). Bis Ende der 90er Jahre war ich als Turniersprecherin auf Islandpferdeturnieren in ganz Österreich im Einsatz.

Unserem ersten 1974 geborenen Fohlen folgten mehr als 100 Jungpferde. Eine der letzten Tätigkeiten als engagierte und aktive Züchterin war die Gründung des NIZ gemeinsam mit anderen Proponenten.

In den letzten Jahren beschäftigte ich mich mit meiner Familie (zwei Kinder), beruflich (Dipl. Sozialarbeiterin und Tagesmutter) und nur privat mit unseren beim Haus lebenden Islandpferden (und jeder Menge anderen Tieren).

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